Pap-Test und Beckenuntersuchung

Der Pap-Test wird nur zum Screening auf Gebärmutterhalskrebs verwendet. Es wird nicht zum Screening auf andere gynäkologische Krebsarten wie Eierstock-, Vulva-, Vaginal- oder Gebärmutterkrebs verwendet.

Frauen sollten im Alter von 21 Jahren mit Pap-Tests beginnen und die Prüfung bis zum Alter von 65 Jahren alle drei Jahre durchführen lassen. Frauen, die 30 Jahre oder älter sind, können jedoch zusätzlich zum Pap-Test einen humanen Papillomavirus (HPV) -Test durchführen lassen und müssen den Test möglicherweise nur alle fünf Jahre durchführen lassen. Frauen mit den folgenden Risikofaktoren müssen möglicherweise häufiger Pap-Tests durchführen lassen:

  • HIV-Infektion
  • Exposition gegenüber Diethylstilbestrol (DES), einer künstlichen Form von Östrogen, vor der Geburt
  • Ein geschwächtes Immunsystem durch Chemotherapie, Organtransplantation oder chronische Anwendung von Kortikosteroiden
  • Eine Gebärmutterhalskrebsdiagnose
  • Ein früherer abnormaler Pap-Test, der präkanzeröse Zellen zeigte

Abnormale (positive) Testergebnisse kann darauf hinweisen, dass die untersuchten Zellen:

  • Atypisch, aber nicht notwendigerweise krebsartig
  • Präkanzerös
  • Krebsartig (d. H. Plattenepithelkarzinom oder Adenokarzinom))

Patienten mit abnormalen Ergebnissen sollten sich zusätzlichen Tests unterziehen, einschließlich einer Kolposkopie, damit ihr Arzt den Gebärmutterhals, die Vagina und die Vulva weiter untersuchen und zusätzliche Proben für die Laboranalyse erhalten kann.

Beckenuntersuchung

Ärzte führen Beckenuntersuchungen durch, um das Becken einer Frau und die umliegenden Organe zu untersuchen. Typischerweise ist eine Beckenuntersuchung der erste Schritt bei der Diagnose gynäkologischer Krebsarten, zu denen Krebserkrankungen der Vulva, der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses, der Eileiter, der Eierstöcke, der Blase und des Rektums gehören. Ein gynäkologischer Onkologe kann eine Beckenuntersuchung durchführen, um die genaue Art und das Stadium des Krebses zu bestimmen. Zusätzlich zu Krebs können Beckenuntersuchungen Infektionen oder sexuell übertragbare Infektionen (STIs) erkennen.

Vor der Untersuchung wird der Patientin empfohlen, ihre Blase zu entleeren, um Beschwerden zu vermeiden. Sie wird dann gebeten, sich auszuziehen und ein Kleid anzuziehen. Ein Arzt spürt die Organe des Patienten, indem er auf verschiedene Teile des Magens und des Beckenbereichs drückt.

Nach Abschluss der externen Untersuchung legt die Patientin ihre Füße in Steigbügel und ihr Arzt führt ein Spekulum in die Vagina ein, so dass Vagina und Gebärmutterhals sichtbar sind. Sobald das Spekulum entfernt ist, legt der Arzt zwei Finger in die Vagina und drückt mit der anderen Hand auf die Beckenorgane, um Veränderungen in Größe oder Form festzustellen, die auf ein Problem hinweisen können. In einigen Fällen kann auch eine rektale Untersuchung durchgeführt werden, um mögliche Tumore oder andere Anomalien zu erkennen.

Eine Beckenuntersuchung dauert in der Regel etwa 10 Minuten. Es kann sich unangenehm anfühlen, sollte aber nicht schmerzhaft sein.

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